Info Argentemia

 

Argentemia® gibt es, wie Sie anhand der Preisliste schon erkennen konnten, in unterschiedlichen Qualitätsstufen. Dies soll nicht heißen, das unter  Anderem auch minderwertige Ware angeboten wird, sondern Gold- und Platinum-Label sind Sondersorten für spezielle Bereiche. Gold-Label zeichnet sich durch eine sehr geringe Schlupfzeit und eine hohe Schlupfquote aus. Platinum-Label zeichnet sich durch eine überaus hohe Schlupfquote und eine sehr feine Größe der frisch geschlüpften Nauplien aus.

Vergleich:

Argentemia® Silver-Label: 85% Schlupfquote, 250.000 Eier/gr., Schlupfzeit T0-T90 9 - 19,5 Stunden, Grade II, Herkunft: USA Great Salt Lake

Argentemia® Gold-Label: 90% Schlupfquote, 280.000 Eier/gr., Schlupfzeit T0-T90 8 - 16 Stunden, Grade I, Herkunft: USA San Francisco Bay (Kalifornien). 

Argentemia® Platinum-Label: 95%+ Schlupfquote, <330.000 Eier/gr., Schlupfzeit T0-T90 9 - 18 Stunden, Grade 0, Herkunft: USA San Francisco Bay (Kalifornien).

(Alle Angaben können leicht variieren, da diese Angaben abhängig von den Fängen sind und bei jedem Fang neu bestimmt werden.)

 

Warum sind Artemia zur Zeit so teuer?

Es ist in den letzter Jahren sehr schwer geworden gute Artemia auf dem Markt zu finden. Dies hat gleich mehrere Gründe, zum Einen sind die Bestände in den USA durch Überfischung sehr stark zurück gegangen, zum Anderen sind die Vorkommen durch das Naturphänomen „El Nino“ sehr stark geschrumpft und haben meist nur noch eine sehr schlechte Qualität. Die asiatische Shrimpszucht verbrauchte ebenfalls  sehr große Mengen dieser kostbaren Naturgüter.

Das Naturphänomen „El Nino“ sorgte durch seine Erwärmung des Ökosystems für ein Ansteigen der Wassertemperatur, und durch das schmelzen einiger Eisvorkommen für eine Senkung der Salzdichte im natürlichen Lebensraum der Artemia.

Dies hatte zur Folge das die Artemia fortan kaum noch Dauereier produzierten, sondern meist lebenden Nachkommen, sowie es in den warmen Sommermonaten üblich ist. Durch diese Ursachen sind die Preise für gute Artemia auf bis zu 500% gestiegen.

Oft erhält man nur noch die asiatischen und russischen Zuchten die meist im Nährstoffgehalt der amerikanischen Arten nicht mithalten können. Außerdem haben sie oft sehr geringe Schlupfquoten, sind nicht vermehrungsfähig oder einfach nicht richtig ausselektiert und gereinigt. Da Artemia aber für die Aufzucht der meisten Aquarienbewohner unumgänglich sind wird seit langem nach einem passenden Ersatz gesucht. Eine der ersten Alternativen waren entkapselte Artemia, diese werden häufig jedoch aus alten nicht mehr schlupffähigen Artemia gewonnen was auch den günstigen Preis erklärt. Warum sollte sonst jemand entkapselte Artemia günstiger als Artemiaeier anbieten können, wenn das entkapseln dieser Eier eine zusätzlichen, nicht gerade geringen chemischen Aufwand bedeutet. Außerdem kommt es durch schlecht entkapselte Artemia häufig zu Verstopfungen bei den Jungfische was zum Tode führt.

Eine weiter Art der Aufzucht wurde durch flüssige Aufzuchtsfuttervarianten geschaffen die jedoch meist schnell auf den Grund absinken und daher dann nicht mehr für die Jungfische erreichbar sind. Dort  sorgt es dann für eine starke Verschlechterung der Wasserwerte was darauf hin zu einer Verschlechterung der Wachstumsrate oder ebenfalls zum Tode der Jungtiere führt. Außerdem sind Flüssigfuttermittel oft sehr fein und können Jungfischen nur in den ersten Lebenstagen angeboten werden.

Jedoch meist kommt man einfach gar nicht Drumherum mit Artemia aufzuziehen weil für die Aufzucht mancher Arten zuckendes Lebendfutter unumgänglich ist.

 

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Stand: 05. Juni 2002